|
[Home][protagonist][projectes][Katja die Robbe][freediving][galeries][dolphin college][events][contact][links] Azoren Planet der Delphine |
|
Azoren Man kann ohne Übertreibung das aus 9 Inseln bestehendes Archipel Azoren als Planet der Delphine bezeichnen. Es gibt kaum Plätze auf der Welt die mehr Delphin -und Wahlsichtungen nachweisen können. Wenn man mit den Booten von Pico Sport in den Ozean ausläuft, die auch kosmische Nahmen haben wie "Interprise" oder "Apollo", fühlt man sich auf einem anderen Planeten. Die schroffen Felsen eines vulkanischen Ursprungs, die aus dem Atlantischen Ozean herausragen verstärken diesen Eindruck.
Das Treiben auf und unter Wasser entzieht sich jeder Vorstellungskraft. Auf den Inseln und Unterwasserbergen, die teilweise aus der Tiefe von mehreren Hundert Metern bis auf 20 m bis 10m tiefe aufsteigen, wird mit Strömung das Plankton an die Oberfläche gedruckt. An diesen Stellen explodiert die Nahrungskette. Es gibt für alle genügen zu Fresen von Barakudas und Blauflossentunfischen, bis zu Walen und Delphinen.
Delphin-Kontakt Wir rasen mit Apollo über den Ozean, es geht zu den Delphinen. Die Quote der Sichtungen beträgt über 99%, also gute Chancen das es auch heute klappt. Die Anfahrt dauert oft bis zu einer Stunde, dann bleibt man eine Stunde bei Delphinen. Mit dem Rückweg kommt man auf die Gesamtzeit von etwa drei Stunden. Der Skipper lauschte den Funk ab. Plötzlich hörte man durch den Funklautsprecher die Stimme des Vigia eines der Beobachter, die nach alter Wahlfängermethode auf der Inselerhebungen den Ozean überwachen und mit ihren scharfen, geübten Blick alles sehen, was sich auf der Wasseroberfläche bewegt. Ich konnte nur das Wort "Golfinhos"verstehen (Delphine auf Portugiesisch), das müsste heißen Delphine in der Nähe. Meine Vermutung stellt sich als richtig heraus. Der Skipper gibt mir ein Zeichen zum Flossenanziehen. Ich legte mich auf den Rand des Zodiakbootes und bereite mich durch spezielle Atemtechniken vor, auf "Go" zu den Delphinen zu tauchen. Der Skipper schrie: „Go!“ Ich glitt runter, erst als die Wasseroberfläche hinter mir schloss öffnete ich meine Augen und sah eine Gruppe von etwa 20 Delphinen. Sie tauchten gemächlich in ca. 30m Tiefe. Ich tauchte immer tiefer auf die Gruppe zu. Etwa 3-4 Delphine tränte sich von der Hauptgruppe, richteten sich auf, damit sie mich besser wahrnehmen konnten. Wir schauten uns gegenseitig an, bis mir die Luft ausging... Es war für mich die Begegnung der dritten Art.
Als "non plus ultra" Tauchplatz gilt vor Gewässern der Azoren die "Princess Alice" eine Unterwasserbergnadel, die aus ca. 2000m Tiefe mitten im Atlantik hervorsteigt. An dieser Bergnadel tummeln sich die Barakudas, kleine Blauflossentunfische, Hammerhaie und Mantas. Ich musste auf einem hochseetüchtigen Motorboot übernachten, weil das Boot um 7:00 Uhr in der Früh am nächsten Tag auslaufen sollte. Ich kam im Hafen spät am Abend an. Der freundliche Tauchguide zeigte mir die Schlafkajüte und schaltete die einzige Musikkassette, die sie am Bord des Bootes hatten. Es war die Musik aus dem Kultfilm „Im Rausch der Tiefe“. Ich blieb vor dem Bullauge des Bootes eine Zeitlang völlig bewegungslos stehen und beobachtete den Sonnenuntergang. Es war ein erhabenes Schauspiel. Vor meinem geistigen Auge konnte ich sehen, wie wir am Morgen in die See stechen, um ein unglaubliches Abenteuer zu erleben... Ich konnte die weiten des Ozeans wahrnehmen und die Lichtspiele unter Wasser sehen. Dabei hatte ich Angst, mich zu bewegen und so dieses Gefühl zu verscheuchen, das mein Blick hinter den Horizont schauen ließ. Als wir am Morgen dank GPS zielgenau an der Princess Alice ankamen. Sahen wir als erstes direkt an der Wasseroberfläche die Konturen der Riesenmantas. Wir brauchten Zeitlang bis wir ins Wasser kamen. Als wir soweit waren, sind die Mantas aber verschwunden. Direkt danach kamen die Gerätetaucher ins Wasser. Die vielen Luftblassen würden am Riff durch die Strömung gleichmäßig verteilt. Sodass man außer den Luftbläschen nichts mehr erkennen konnte. Mir kam der Gedanke, ob es wirklich eine gute Idee war hierher als Freitaucher zu kommen. Ich entschloss mich wieder auf das Boot zu gehen und abzuwarten bis die Gerätetaucher ihr Tauchgang beenden. Als ich ins Wasser ging konnte ich wider das tiefblaue Wasser bewundern. Ich holte tief Luft und ziehte mich am Seil runter, als die Spitze des Berges zu sehen war, blieb ich am Seil stehen. Ich machte die Augen zu, um zu entspannen und solange wie möglich unten zu bleiben . Als meine Augen sich öffneten, befand ich mich mitten im Barakudaschwarm, das mich langsam und bedächtig umkreiste. Ich beobachte diesen Schauspiel und dachte an nichts, es gab nur hier und jetzt. Die Barakudas kamen immer näher. Es war wie ein Nonstopfilm. Als
ich auf mein Apnoecomputer schaute, bewegte sich der Tauchgang auf 3 min zu. Die
Barakudas schwammen in immer engeren Kreisen um mich herum. Bald konnte ich
deren Augen und glitzernde Haut erkennen. Als die Fische an mir vorbei schwammen
drehten sie ihre stromlinienförmige Körper, so dass sie mich genau Anschauen
konnten. Ich war fast 3 min unter Wasser, spürte aber immer noch kein Atemreiz. das Gefühl „zuhause“ zu sein war überwältigend. Trotz fehlenden Atemreizes und sonstigen Anzeichen des Sauerstoffmangels traf ich die Entscheidung aufzutauchen. Plötzlich tauchten fast an der Oberfläche zwei Hammerhaie. Sie umkreisten die Boote in beachtlichen Entfernung, bevor sie auf nimmer Wiedersehen im Big Blue verschwanden. Während ich den nächsten Tauchgang vorbereitete, kamen fünf dunkle Schatten aus der Tiefsee. Es waren Riesenmantas. In V-Formation glitten sie Eines vor dem Anderen durch den tiefblauen Ozean. Ich tauchte auf sie zu und nährte mich mit langsamen Flossenschlägen. Die Umrisse wurden immer größer und bald konnte ich schon die Schiffshalterfische auf den Rücken der Mantas erkennen. Ich hatte das Gefühl als würde ich mitten im IMAX- Kino unter der Decke hängen. Es war aber kein Kino, sondern die wunderbare Rialität. Die Mantas "flogen" maistatisch mit kräftigen Flügelschlägen durch das Wasser. Ich musste aber wegen der Strömung wieder auftauchen, um nicht zu weit von den Booten abgetrieben zu werden. Es war ein echtes Hochseeabenteuer und es hat sich gerade deswegen gelohnt, weil ich mich darauf als Freitaucher eingelassen hatte. Ich konnte schnell und lautlos den Tieren nähern, der Strömung trotzen, meine Position ständig verändern, um das treiben unter Wasser besser erfassen zu können, eben ein Homo Amphibius. Verfasser: Arthur Hörner Fotos: Pico Sport |
|
[Home][protagonist][projectes][Katja die Robbe][freediving][galeries][dolphin college][events][contact][links] Copyright(c) 2007
www.arthur-hoerner.de. Alle Rechte vorbehalten. |