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Apnoe "COOL"


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Bei außen Temperaturen von -12 °C machte sich das A-Team auf den Weg zum Steinbergersee in der Oberpfalz, der  mit 1 °C Wassertemperatur mit abstand der kälteste See im Winter ist, in dem ich je getaucht bin. Dort wollten wir uns der härtesten Prüfung unterziehen, der sich ein Taucher unterziehen kann, dem arctic apnea.  Selbstverständlich haben wir größten Wert auf die Sicherheit gelegt. Die Einstiegslöcher haben wir auf der Eisfläche vor der Wasserwacht mit guten Zufahrtswegen platziert. Das Eis war zum  Teil dicker als 30 cm. Also perfekte Bedingungen für ein Abenteuer, das uns noch lange in Erinnerung bleibt.

Ich hatte vor  an einem Führungsseil, an dem auch die Sicherungstaucher mit Karabiner eingeklemmt waren zu tauchen. Als ich ins Eisloch stieg lähmte die Kälte für ein Augenblick den Verstand und Körper. Ich hörte auf mein langsamen aber kräftigen Herzschlag. "Ruhig  atmen! Ruhe! Ruhe!":wiederholte ich immer wieder im Geiste. Durch spezifische  Atemtechniken kann ich mein Körper für  kurze Zeit erwärmen. Immer wieder spule ich den Bewegungsablauf mental durch. Ich spüre die Gefahr, die von der Eisfläche ausgeht. Die besondere Stiele unter Eis hat etwas bedruckendes aber auch etwas faszinierendes. 

Ich bringe mich in Position und gebe OK für das A-Team. Die Sicherungstaucher rutschen unter das Eis. Noch ca. 3 min bis zum abtauchen. Ich lasse Energien durch den Körper fliesen. Für kurze Zeit werde  ich vergessen das ich ein Mensch bin. Nur Pinguine und Roben gehen freiwillig ohne Pressluft unter Eis. Noch drei tiefe langsame Atemzuge. Jetzt oder nie!!! Ich tauche unter. Jetzt bin ich kein Mensch mehr. Oder doch? Doch ich bin ein Homo Amphibius. Lautlos wie ein Phantom gleite ich unter dem Eis Meter für Meter, Flossenschlag für Flossenschlag  ich fühle mich wohl. Das immer lauter werdendes Ploobern verrät den Sicherungstaucher, dann wird das Ploobern immer leiser er kann mir nur wenige Meter folgen. Jetzt höre ich den nächsten Sicherungstaucher kommen. Ich habe das Gefühl ich löse mich im  Wasser auf, die Kräfte beginnen zu schwinden. Der Atemreiz wird stärker jetzt sollte das Ausstiegloch kommen. Ich sammle die ganze Konzentration um das Ausstieg optimal zu erwischen.

Ich werde keine Zeit und Kraft haben das Loch zu suchen. Ich werde  warten bis vor meinen Augen die Taucherlampe auftaucht, die direkt unter dem Ausstiegöffnung  angebracht ist.

Die Lampe!!! Stop und ganz langsam wie ein  Kampftaucher "taktisch" auftauchen, um nicht gegen die Eisdecke zu knalen falls sich die Taucherlamp verschoben hatte. Ich hebe  den Kopf aus dem Wasser und hohle tief Luft. Jetzt Atmen! Atmen! Eins für Mama eins für Papa.

Mein Schrei des Triumphs löst die ernsten Minen der Leinenführer, Helfer und Passenten in erleichtertes Lächeln auf. Wir haben es für heute überstanden, bis zum nächsten Mal. Sommer kommt bestimmt neue Ideen neue Abenteuer!

Bei den oben beschriebenen Apnoetauchgängen   wurden Strecken  von über 85 m erreicht. Somit damalige Weltrekordmarke überschritten!!!          

 

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